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„Biogas statt neue fossile Kraftwerke“

So betitelt der Fachverband BIOGAS seine Meldung über die IZES-Studie, die bisherige Annahmen zur Erdgas-Substitution widerlegt.

Biogas kann Erdgas deutlich schneller und umfassender ersetzen als in vielen politischen Leitszenarien angenommen. Das zeigt die neue IZES-Studie, die zusammen mit dem Fachverband BIOGAS vorgestellt wurde. Zentrales Ergebnis: Energiesystemmodelle unterschätzen Biogas systematisch, weil sie es oft nur als „Restgröße“ abbilden und den politisch gesetzten Rückgang des Anlagenbestands bereits voraussetzen. Rechnet man Bestand plus erschließbare Reststoffe realistisch, steht bis 2035 ein großes freies Biomethan-Potenzial bereit – je nach Szenario etwa 50 bis 177 TWh. Damit kann Biogas schon Mitte der 2030er große Teile der erdgas- und teils auch H2-basierten Strom- und Wärmeerzeugung ersetzen, über flexible Vor-Ort-Verstromung oder als aufbereitetes Biomethan im Gasnetz.

 

Präsident des Fachverbandes BIOGAS -Präsident Horst Seide warnt deshalb vor Milliarden-Lock-ins in neue fossile (H2-ready) Gaskraftwerke, die erst in den 2030ern ans Netz gingen: Bestandsanlagen sind heute da, schneller aktivierbar und systemisch günstiger. Zusätzlich erhöht Biogas die Resilienz, reduziert Importabhängigkeit und liefert durch Reststoffverwertung, CO₂-Nutzung sowie Substitution von Mineraldünger wichtige Beiträge zur Kreislaufwirtschaft. Konsequenz: Politik muss Investitionssicherheit schaffen und eine klare Biogas- und Biomethanstrategie in Kraftwerksplanung, Biomassepaket, GEG und Gasnetzzugang verankern – Biogas statt neuer fossiler Kraftwerke.

Die Pressemeldung und die IZES-Studie finden Sie auf der Fachverbands-Seite  BIOGAS statt neuer fossiler Kraftwerke: Fachverband BIOGAS.